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Gründung
Am 4. Februar 1933 wurde der Sportverein Rümlang an der Generalversammlung im Restaurant Neuhaus gegründet: Der erste Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:
| Präsident: | Gottfried Gerhard |
| Vizepräsident: | Adolf Lang |
| Aktuar und Protokollführer: | Jakob Ulrich |
| Kassier: | Alois Lang |
| Beisitzer: | Otto Widmer |
| Materialverwalter/Platzwart: | Otto Erni, Otto Widmer |
| Revisoren: | Walter Wyder, Karl Schindler |
Daneben gehörten die Aktiven Eugen Binkert, Karl Stierli, Fritz Mumenthaler, Angelo Bay sowie das Passivmitglied Alfons Stierli zu den Gründungsmitgliedern.
Besonders hervorzuheben ist noch ein Beschluss der ersten GV. Der Beginn des Trainings wurde auf 21 Uhr festgelegt. Ganz nach dem Motto: „Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen“ (wenn auch spät).
Mit besonderer Spannung blickten die Rümlanger der ersten Partie entgegen. Soweit war es rund sechs Wochen nach der Vereinsgründung am 19. März. Zwar war man dem Kontrahenten Wallisellen letztlich mit 1:4 Toren unterlegen. Dennoch freute man sich beim SVR riesig über das erste von Spielertrainer Angelo Bay erzielte Tor.
Erste Erfolge
Schon bald nach der Gründung war die Bildung einer zweiten Mannschaft nötig. So wurde die Saison 1935/36 bereits mit zwei Mannschaften in der 4. Liga in Angriff genommen. Der Verein wuchs auf erfreuliche Weise und im Zuge dieser Entwicklung war 1938 die „Geburt“ der Juniorenabteilung zu vermelden. Der erste Verantwortliche der Rümlanger Nachwuchsbewegung war Werner Häusermann.
Doch die Aktivitäten des Vereins beschränkten sich keineswegs nur aufs Fussballerische. So erfreut sich die Abendunterhaltung einer langen Tradition. Und sogar zum Theaterspielen fanden die Rümlanger Kicker Zeit. Zur Aufführung gelangten u.a. „Die schwarze Anna“ und „Die Spieluhr vom Glockenturm“. Weniger theatralisch aber trotzdem spielerisch ging es bei den vom Sportverein organisierten Strassenläufen zu und her. 1934 wurde in der Katzenrüti ein kombiniertes Rennen mit Velofahren, Reiten und Laufen durchgeführt. Breitgefächertes sportliches Geschick war also gefragt.
1940 begann die lange Suche nach einem festen Fussballplatz. Zum ersten, aber noch lange nicht letzten Mal musste das Terrain gewechselt werden. Der alte Platz Linde wurde zugunsten des Platzes Alte Glatt aufgegeben.
Unkonstante Jahre
In den Jahren nach dem Krieg hatte sich die erste Mannschaft des Sportverein Rümlang zu einem wahren Liftteam entwickelt. Dauernd pendelte das Team zwischen 3. und 4. Liga. Erst 1961 konnte sich der SVR dauerhaft in der 3. Liga festigen.
Wenig Kontinuität war in diesen Jahren auch auf Vorstandsebene festzustellen. 1951 musste eine ausserordentliche GV einberufen werden, da zuvor die gesamte Führungsetage zurückgetreten war. Und bereits 1957 durchlebte der Verein die nächste schwere Krise. Da sich der Vorstand heillos zerstritten hatte musste eine Kommission, unter dem Vorsitz von Hans Cuel, auf die Beine gestellt werden.
Aufstieg in die 2. Liga
1965 feierte der SV Rümlang seinen bisher grössten sportlichen Erfolg. Am 27. Juni kämpfte das Fanionteam des SVR gegen den FC Wald um den erstmaligen Aufstieg in die 2. Liga. Vor 500 Zuschauern (!) konnten die Rümlanger ihre anfängliche Nervosität ablegen und korrigierten einen 0:1-Rückstand noch zu einem 2:1-Sieg. Als Matchwinner konnten sich Erni und Frizzoni auszeichnen. Aufstieg!
Der neue Sportplatz
Doch das Jahr 1965 war im doppelten Sinne ein Jubeljahr. Denn nur einen Monat nach der Promotion gab es für den SVR einen neuerlichen Grund zum feiern. Nach 32 Jahren der Wanderschaft auf denen der Sportverein auf den Plätzen Linde, Alte Glatt, Aecherli im Eich und Tempelhof gespielt hatte, wurde man endlich, auf dem von der Gemeinde erstellten Platz Heuel, sesshaft. Die Eröffnung fand im feierlichen Rahmen mit musikalischen Klängen statt. Nach dem offiziellen Teil absolvierten sämtliche Mannschaften des SVR ein Spiel. Dabei hatte das Fanionteam gegen die Reserven des Grasshopper-Club Zürich anzutreten, denen man mit 1:10 Toren letztlich klar unterlegen war. Die Freude über den neuen Sportplatz kaschierte die Niederlage jedoch auf der gesamten Linie.
Ein Meilenstein wurde 1966 gesetzt. Denn nur ein Jahr nach der Platzeinweihung wurde das Dorfturnier, das sich noch heute grosser Beliebtheit erfreut, aus der Taufe gehoben.
Das eigene Klubhaus
Die grösste Gemeinschaftsleistung, die der Verein je erbrachte, war bestimmt der Bau des eigenen Klubhauses. 1968 wurde dafür der Grundstein gelegt. Jedes Mitglied hatte sich im Frondienst an den Bauarbeiten zu beteiligen. Pro Aktivmitglied wurden 40, pro Junior 20 Arbeitsstunden verlangt. Im Laufe einer Woche hatte jeweils zwei Drittel einer Mannschaft präsent zu sein. Ansonsten wäre jeweils das folgende Meisterschaftsspiel für forfait erklärt geworden. Eingeweiht wurde das Klubhaus im August 1973.
Etablierung in der 3. Liga
Zurück zum Sportlichen. 1970 war das Unternehmen 2. Liga für den Sportverein Rümlang beendet. Noch zwei Jahre zuvor hatte der SVR mit dem 4. Rang die beste je erreichte Klassierung realisiert. Manche Stimmen munkelten in dieser Zeit, dass der Klubhausbau seinen Beitrag zur späteren Relegation beigetragen hatte.
In der Folgezeit etablierte sich Rümlang als solider 3.-Liga-Klub. 1974 konnte sogar erstmalig eine Damenmannschaft gemeldet werden. Nur drei Jahre später wurde diese, aufgrund des fehlenden Nachwuchses, jedoch wieder aufgelöst.
Eröffnung des zweiten Spielfeldes
1983 gelang noch einmal der Wiederaufstieg in die 2. Liga. In den Aufstiegsspielen konnte sich der SVR gegen den FC Thayngen (2:1) und den FC Pfäffikon durchsetzen (1:0). Die Relegation folgte aber postwendend im Folgejahr. Als abgeschlagener Tabellenletzter war man chancenlos. Dem nicht genug: 1988 konnte der SV Rümlang auch den Absturz in die 4. Liga nicht vermeiden. 1990 gelang noch einmal für vier Saisons die Rückkehr in die 3. Liga. Nach dem erneuten Abstieg im Jahr 1994 spielte der SVR 12 lange Jahre in der Folge in der 4. Liga, ehe 2006 der Wiederaufstieg in die 3. Liga gelang. Im April 1999 erhielt der Sportverein Rümlang mit der Eröffnung des Fussballplatzes Heuel 2 sein zweites Spielfeld.
Der SVR zählt heute rund 350 Mitglieder (davon 100 Aktive und 120 Junioren).
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Die Präsidenten des SVR
|
Gottfried Gerhard |
1933 – 1936 |
verstorben |
Ehrenpräsidenten
| Rudolf Zuber Ernst Egg |
seit 1973 Seit 1983 |
verstorben |
Ehrenmitglieder
|
Angelo Bay |
verstorben |
Freimitglieder
|
Karl Ambühler |
Franz Kühne |
Rolf Wacker |
Clubhausabwarte
|
Familie J. Beer |
1973 – 1975 |
Die Platzierungen der Aktivteams in den letzten Jahren
1. Mannschaft
|
Jahr |
Liga |
Rang |
|
Erklärung |
2. Mannschaft
|
Jahr |
Liga |
Rang |
Erklärung |
Erklärung |
3. Mannschaft
(neu ab Saison 2008/2009)
| Jahr 2011 2010 2009 |
Liga 4. 5. 5. |
Rang 4. 1. 1. |
(18 Spiele/29 Punkte) (12 Spiele/28 Punkte) (16 Spiele/40 Punkte) |
Erklärung Aufstieg Aufstieg (Ab 2010 2. Mannschaft) Neu ab Saison 2008/2009 |
Rümlang, 11. Juli 2011/Kurt Vogel